Eine Welt-Promotor*innen-Programm

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit der Zivilgesellschaft - gefördert von Bund und Ländern

 

PromotorInnen

Entwicklungspolitische Inlandsarbeit der Zivilgesellschaft – gefördert von Bund und Ländern.

Eine Welt-Promotor*innen bewegen. Mit Engagierten vor Ort setzen sie sich für global nachhaltige Entwicklung ein. Im eigenen Land, mit kreativen Ideen und dem Mut, neue Wege zu gehen. Denn: Globale Gerechtigkeit, Klimawandel, Ressourcenknappheit und Wirtschaftskrisen sind Herausforderungen, die Umdenken und entschlossenes Handeln im Alltag erfordern.

 

Derzeit 110 Promotor*innen stoßen entwicklungspolitische Prozesse durch Beratungs-, Vernetzungs- und Qualifizierungsmaßnahmen an und entwickeln und unterstützen Aktionen und Kampagnen für verschiedene Zielgruppen. 

Foto: J. Farys, dieprojektoren / agl


Sie unterstützen und vernetzen zivilgesellschaftliche Organisationen, Initiativen und Gruppen, die sich in der Eine Welt-Arbeit engagieren, und stellen ein professionelles und gleichsam professionalisierendes Netz der Eine Welt-Arbeit in Deutschland dar. Wichtige Ziele der Arbeit der Promotor*innen sind

  • die Bildung von Wissen, Bewusstsein, Haltungen und Kompetenzen im Hinblick auf ökologische und soziale Zukunftsfähigkeit, globale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Antirassismus, Flucht und Migration etc.
  • die Entwicklung und das Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten für Engagement in der Einen Welt
  • die Förderung der politischen Partizipation, z.B. von Migrant*innen und Jugendlichen in der Eine Welt-Arbeit im Sinne von kultureller und politischer Vielfalt
  • die Initiierung und Stärkung von Netzwerken und Kooperationen
  • die Verbesserung der Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftliches Engagement.

Überregional arbeiten die Promotor*innen in sieben thematischen Fachforen zusammen:

  • Globales Lernen
  • Öko-sozialer Konsum, Produktion und Lieferketten
  • Migration, Diaspora und Entwicklung
  • Umwelt, Klima und Entwicklung
  • Zivilgesellschaft und Partizipation
  • Internationale Kooperationen und Partnerschaften
  • Entwicklungspolitik in ländlichen Regionen

Globale Ziele – lokale Praxis

 

Das Promotor*innen-Programm fördert innovative Eine Welt-Ansätze in Deutschland – systematisch und praxisorientiert.

Fachpromotor*innen stärken das Wissen und die Kompetenzen zahlreicher Gruppen und Vereine, die in der schulischen und außerschulischen entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationsarbeit aktiv sind. Regionalpromotor*innen etablieren Eine Welt-Themen in ausgewählten Regionen und Kommunen. Expert*innen koordinieren die Arbeit auf Länder- und Bundesebene.

Das Programm bringt entwicklungspolitische Schwerpunkte in den Bundesländern voran und geht mit spezifischen Angeboten auf lokale Bedingungen ein. Und: Es werden neue bundesweite Themen erarbeitet sowie Impulse für politische Entscheidungsprozesse gesetzt.

 

Die Förderung

 

Neu ist: Bund und Länder finanzieren das zivilgesellschaftliche Eine Welt- Promotor*innen-Programm gemeinsam. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übernimmt 60 Prozent der Personal-, Sach- und Verwaltungskosten. Die beteiligten Länder tragen jeweils 40 Prozent zu dem innovativen entwicklungsbezogenen Bildungsprogramm bei. Das erste Projekt lief zwischen 2013 bis 2015. Seit 2016 läuft die 2. Projektphase.

In Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen werden Fach- und Regionalpromotor*innen sowie Netzwerkkoordinator*innen gefördert:

Hinzu kommen Mitarbeiter*innen, die in der Geschäftsstelle der agl in Berlin das Programm koordinieren. Künftig sollen in allen Bundesländern Eine Welt-Promotor*innen die entwicklungspolitische Inlandsarbeit unterstützen.

 

Die Programmstruktur

 

Träger des Programms ist ein Konsortium aus der agl und der Stiftung Nord-Süd-Brücken. Ein Beirat berät das Konsortium bei der Steuerung. Das Eine Welt-Promotor*innen-Programm basiert auf einer föderalen und partizipativen Struktur. Die konkrete Programmumsetzung obliegt den Eine Welt-Landesnetzwerken in den Bundesländern. Sie fungieren als Koordinierungsstellen, stimmen die Programmumsetzung mit den Akteuren auf Bundesebene ab und sind Ansprechpartner*innen für die Landesregierungen.

 

Den Flyer (Stand Oktober 2015) zum Promotor*innen-Programm finden Sie hier.

 

Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des

Logo BMZ

 

 

 

 

 

 

 

gemeinsam mit den Bundesländern:
Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

 

Das Rahmenkonzept

 

Konzeptionelle Grundlage des Eine Welt-Promotor*innen-Programms ist das von agl, Stiftung Nord-Süd-Brücken und dem Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) im Juli 2013 vorgelegte "Rahmenkonzept für ein bundesweites Eine Welt-Promotor*innen Programm - für eine moderne Eine Welt-Politik".