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Kommunikationsbarrieren für MigrantInnen?

Seminardokumentation

 

KommunikationsbarrierePublikationen sind für entwicklungspolitische Organisationen ein Weg, ihre Arbeit in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Häufig werden dabei jedoch implizit oder explizit Rassismen oder Stereotype transportiert. So werden beispielsweise häufig namenlose HilfsempfängerInnen weißen ExpertInnen gegenübergestellt. Es stellt sich daher die Frage, wie die meist unbewussten Ausschlussmechanismen in Öffentlichkeitsmaterialien sichtbar gemacht und folglich vermieden werden können.

 

Dabei geht es nicht um den erhobenen Zeigefinger, sondern vielmehr um einen fortlaufenden gemeinsamen Reflexionsprozess, bei dem eigene Arbeitsweisen und Strukturen betrachtet werden. 

 

Herausgeber: Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen e.V. (2010)

 

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Um diesen Ausschlüssen auf die Spur zu gehen und im Rahmen der eigenen Bemühungen um eine interkulturelle Öffnung entwicklungspolitischer Arbeit führte das EPN Hessen in Kooperation mit !ebasa im Oktober und November 2010 drei Blockveranstaltungen mit Studierenden der Ethnologie und Publizistik durch.

 

Die unterschiedliche fachliche Herangehensweise der TeilnehmerInnen half bei der Auseinandersetzung mit dem Thema. Für einen ersten theoretischen Überblick wurden zu Beginn Inputs zu Migration und Entwicklung, Euro-/ Ethnozentrismus/ Rassismus sowie den Wechselwirkungen zwischen Medien, Migration und entwicklungspolitischen Publikationen gegeben. Anhand dieser Hintergrundinformationen führten die Studierenden beispielhaft eigene Analysen entwicklungspolitischer Publikationen durch und fragten Personen mit Migrationshintergund und sich selbst nach bewussten oder unbewussten Ausschlüssen, die bei der Lektüre empfunden werden können.


Aus den Seminaren entstand eine Dokumentation, die entwicklungspolitisch tätigen Vereinen und Organisationen als Inspiration für die eigene Arbeit dienen soll. Eine ausführliche Literaturliste lädt zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema ein.