Eine Welt – gerecht für alle

Eine Welt-Impulse für den Koalitionsvertrag: Stärkung des (welt-)gesellschaftlichen Zusammenhalts in einer unsicheren Welt

Zu den Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD im Bereich Entwicklungspolitik: Stärkung des (welt-)gesellschaftlichen Zusammenhalts in einer unsicheren Welt

Eine neue Bundesregierung steht im Jahr 2025 vor enormen Herausforderungen – auch im Bereich der Entwicklungspolitik: Wir leben in der Zeit einer Polykrise, in der sich beschleunigende Krisen immer weiter gegenseitig verstärken. Gewaltkonflikte, Klimawandel und Unwetterkatastrophen sowie die Schwächung demokratischer, rechtsstaatlicher und multilateraler Strukturen und Institutionen nehmen besorgniserregend zu. Mit diesen Entwicklungen, die aktuell durch die Veränderung der geopolitischen Beziehungen im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine noch einmal deutlich verstärkt werden, steht die Welt vor einer neuen (Un-)Ordnung. Auch der Abbau der US-Entwicklungszusammenarbeit reiht sich hier ein. Insgesamt sind menschenrechts- und regelbasierte Prinzipien akut gefährdet. Sollten nun auch noch Angebote der Entwicklungspolitik für die Partner im Globalen Süden wegfallen, sind für Autokratien Tür und Tor geöffnet und vielerorts gute (Wirtschafts-) Beziehungen gefährdet. Diese Erosion des wertebasierten (welt-)gesellschaftlichen Zusammenhalts stellt Europa und Deutschland vor neue und große Herausforderungen.

Die Bedeutung der Zivilgesellschaft für unsere Demokratie und den (welt-) gesellschaftlichen Zusammenhalt ist dabei kaum zu überschätzen. Tausende von Menschen in Deutschland engagieren sich mit Eine Welt-Arbeit in Vereinen, Initiativen und ihren Netzwerken – sie unterstützen bürgerschaftliches Engagement und Partnerschaftsprojekte, leisten Informationsarbeit und Bildungsangebote.

Die Fülle an Organisationen stellt eine große integrative und entwicklungsfähige Kraft dar – und bietet enorme Potenziale und Chancen für unser Gemeinwesen. Sie sind ein gesellschaftlicher Schatz für die genannten Herausforderungen und gemeinsame Lernprozesse sowie als Fundament der Demokratie. Und sie sind gesellschaftliche Brückenbauer*innen – nicht nur zwischen Süd und Nord, sondern überparteilich, generationenübergreifend und überkonfessionell auch zwischen Bürger*innen und verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen im Inland.

Eine Welt-Impulse für den Koalitionsvertrag:

  • Um globale Solidarität, Demokratie und Rückhalt bei den Menschen in Deutschland zu stärken, fördert die Bundesregierung verstärkt das bürgerschaftliche Engagement mit einer Ausweitung der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit der Zivilgesellschaft im Inland. (Infos hier).
  • Deutschland und Europa müssen sich angesichts der globalen Krisen und einer veränderten geopolitischen Weltordnung verantwortungsvoll als starke Kraft für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und multilaterale Kooperation positionieren. Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe spielen dabei zusammen mit und als integraler Bestandteil der Außen-, Sicherheits- und Europapolitik eine zentrale Rolle. Sie müssen intensiviert werden.
  • Dafür ist ein eigenständiges, auf die globalen Herausforderungen zugeschnittenes Ministerium neben und in guter Kooperation mit dem Auswärtigen Amt dringend erforderlich.

Kontakt:

Vorstand der agl

Tel.: 030-23462514

E-Mail: 86D49267ED7F69CF?8o28=\6:?6H6=E]56