Eine Welt – gerecht für alle

Pluriversum – Vielfalt als Zukunftsprinzip

PLURIVERSUM – Global South Impulse: Vielfalt als Zukunftsprinzip

Pluralität ist zentral für eine gerechte, nachhaltige und demokratische Zukunft. Sie stärkt die Fähigkeit von Gesellschaften und Ökosystemen, Krisen zu bewältigen, Innovationen zu fördern und globale Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

Soziale und kulturelle Pluralität verbindet unterschiedliche Wissenssysteme und hilft, komplexe Probleme zu lösen. Ökologische und biologische Pluralität sichert natürliche Kreisläufe, ermöglicht nachhaltige Ressourcennutzung und erhöht die Resilienz von Ökosystemen. Wirtschaftliche Pluralität reduziert Abhängigkeiten, fördert Innovation und stärkt die Krisenfestigkeit.

Kurz: Pluralität verringert globale Risiken und stärkt die Anpassungs- und Transformationsfähigkeit von Gesellschaft und Umwelt. Wo vielfältige Perspektiven zusammenkommen und sich gegenseitig durchdringen, entsteht ein Pluriversum – eine Welt, in der viele Welten Platz haben.

Die Veranstaltungsreihe „PLURIVERSUM – Global South Impulse: Vielfalt als Zukunftsprinzip“ des von der agl getragenen Projektes ist ein interdisziplinäres Bildungs- und Kulturformat, das Perspektiven aus dem Globalen Süden in den Mittelpunkt stellt und deren Bedeutung für gesellschaftliche Transformationsprozesse sichtbar macht. Es macht für Kopf und Herz erfahrbar, dass Pluriversalität eine der zentralen Ressourcen für die Zukunftsfähigkeit unserer Welt ist.

Getragen von einem Konsortium aus der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V., OroVerde – Die Tropenwaldstiftung, Klima-Bündnis sowie das Kulturbüro Grupo Sal – verbindet die Reihe politische Bildung, künstlerische Ausdrucksformen und internationalen Dialog. Gefördert wird das Projekt bei der agl von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW.

Die Veranstaltungen finden in NRW in kulturellen Einrichtungen, Hochschulen und kommunalen Räumen statt. Durch multimediale Abendveranstaltungen mit internationalen Gästen aus Aktivismus, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie vertiefende Workshops am Folgetag werden globale Themen wie Klima- und soziale Gerechtigkeit, Dekolonialität, Rechte der Natur und demokratische Teilhabe aus unterschiedlichen Perspektiven erfahrbar gemacht. Die Reihe schafft Räume für Austausch, Reflexion und gemeinsames Lernen und lädt dazu ein, globale Herausforderungen mit lokalen Handlungsmöglichkeiten zu verbinden.

Durch das Programm führen bei allen Stationen Alberto Acosta, einer der führenden Intellektuellen Lateinamerikas und ehemaliger Vorsitzender der Verfassungsgebenden Versammlung Ecuadors, sowie die Journalistin und ehemalige Diplomatin Sandra Weiss. Die lateinamerikanische Livemusik von Grupo Sal und Video-Mapping-Projektionen von Johannes Keitel rahmen jeden Abend künstlerisch ein.

Weitere Infos und Termine zur Grupo Sal finden Sie hier.

Am Folgetag, Freitag, 3. Juli 2026, 10:30–12:30 Uhr, findet in der Wissenswerkstadt ein vertiefender Workshop statt.

Termine:


Station 1 – Köln

Ubuntu – Indigenes Wissen für eine bessere Welt

Mittwoch, 1. Juli 2026, 18:00 Uhr

Ort: Karl Rahner Akademie, Jabachstraße 8, 50676 Köln

Den Auftakt der Reihe macht Köln mit dem Thema Ubuntu – dem Konzept einer gemeinschaftlichen Ethik, die den Menschen in seiner Verbundenheit mit anderen denkt. Als Impulsgeber ist Prof. Lesley Le Grange von der Universität Stellenbosch, Südafrika, live zugeschaltet. Der Erziehungswissenschaftler verbindet indigenes Wissen mit zeitgenössischen Fragen nachhaltiger Entwicklung und zeigt, welche Erkenntnisse aus afrikanischen Wissensbeständen für eine gerechtere Welt gewonnen werden können.

Am Folgetag, Donnerstag, 2. Juli 2026, 10 Uhr, findet ein Vertiefungsworkshop in der Theodor Wonja Michael Bibliothek, Poller Kirchweg 78, 51105 Köln statt.


Station 2 – Bielefeld

Indigene Rechte und Klimagerechtigkeit

Donnerstag, 2. Juli 2026, 20 Uhr

Ort: Wissenswerkstadt Bielefeld, Wilhelmstr. 3, 33602 Bielefeld

Eintritt frei, Spenden willkommen

Im Rahmen des Festivals „Denken. Fühlen. Handeln. – Ein Zukunftsfestival für planetarische Gerechtigkeit“ in Kooperation mit dem Welthaus Bielefeld und der AG 10 – Migrationspädagogik und Rassismuskritik der Universität Bielefeld präsentiert das Pluriversum eine außergewöhnliche Begegnung mit dem Globalen Süden.

Als Gaststimme ist Patricia Gualinga live zugeschaltet: Die indigene Führerin und international anerkannte Umweltschützerin kämpft für den Schutz des Amazonas-Regenwalds und gegen das Eindringen internationaler Ölkonzerne in das Gebiet der Kichwa-Gemeinde Sarayaku in Ecuador. Sie spricht aus eigenen biografischen Erfahrungen und politischen Kämpfen – und verleiht Fragen von Klimagerechtigkeit, indigenen Rechten und Dekolonialität damit eine unmittelbare, erlebbare Dimension.

Am Folgetag, Freitag, 3. Juli 2026, 10:30-12:30 Uhr, findet in der Wissenswerkstadt ein vertiefender Workshop statt.


Station 3 – Siegen

Vielfalt als Zukunftsprinzip

Montag, 6. Juli 2026, 18:00 Uhr

Ort: Kulturhaus Lÿz, St.-Johann-Str. 18, 57074 Siegen

In Siegen steht der entwicklungspolitische Impuls des Ubuntu-Gedankens im Mittelpunkt, ergänzt durch einen Gastauftritt von Ras Koby Lion. Als zugeschaltete internationale Stimme ist Nimmo Bassey dabei – Umweltaktivist, Bürgerrechtler und Dichter aus Nigeria, ehemaliger Vorsitzender von Friends of the Earth International und Träger des Alternativen Nobelpreises. Seine Arbeit verbindet ökologischen Aktivismus mit literarischem Ausdruck und stellt die Verbindung zwischen Ressourcenausbeutung, Kolonialgeschichte und Klimakrise ins Zentrum.

Am Folgetag findet ein Vertiefungsworkshop an der Uni Siegen, Campus Unteres Schloss, US-C 116 (Hörsaal) statt. 09:00 Uhr


Station 4 – Hagen

Wie wollen wir zusammenleben?

Dienstag, 7. Juli 2026, Einlass 18 Uhr, Beginn 18:30 Uhr

Ort: FernUniversität in Hagen, Gebäude 2

Den Abschluss der ersten NRW-Tournee-Phase bildet Hagen mit der zentralen Frage: Wie wollen wir in Hagen zusammenleben? Als Impulsgeber ist Diana Carolina Flores Rojas, Doktorandin der Soziologie an der Pontificia Universidad Católica del Perú (PUCP), live aus Lima zugeschaltet. Ihre Expertise liegt in politischer und ökologischer Kommunikation, sozialen Bewegungen und Volksbildung.

Die Veranstaltung umfasst zwei je 60-minütige Blöcke mit Diskussionen, persönlichen Erfahrungsberichten und musikalischer Begleitung sowie eine 30-minütige Pause. Im Anschluss sind die Gäste herzlich eingeladen, bei Getränken und Speisen lokale Initiativen kennenzulernen und sich auszutauschen.

Am Folgetag, Mittwoch, 8. Juli 2026, findet ein Workshop für Schulklassen mit dem Schwerpunkt Identität, Werte, Selbstermächtigung und Partizipation von Jugendlichen statt. Bei Interesse: Transferbüro der FernUniversität in Hagen.

Anmeldung für die Abendveranstaltung: www.fernuni-hagen.de/form/universitaet/pluriversum-07-07-2026.shtml


Die Reihe geht weiter: Herbsttermine im November 2026

Im Anschluss an die Juli-Tournee setzt „PLURIVERSUM – Global South Impulses“ seine Reise durch Nordrhein-Westfalen fort: In den letzten zwei Novemberwochen 2026 sind sieben weitere Veranstaltungen geplant. Lokale Einrichtungen, Kommunen, Bildungseinrichtungen und weitere Interessierte, die die Veranstaltungsreihe an ihren Standort holen möchten, können sich als Mitveranstalter*innen der Herbsttermine melden unter: A=FC:G6CDF>o28=\6:?6H6=E]56

Weitere Termine werden sukzessive bekanntgegeben.

Kontakt:

Für Anfragen zum Projekt oder wenn Sie die Veranstaltungsreihe an Ihren eigenen Standort holen möchten, kontaktieren Sie bitte:

Dr. Keith Hamaimbo
Koordination: Pluriversum – Global South Impulses
Mobil: 0157-84870656
A=FC:G6CDF>o28=\6:?6H6=E]56

Die Veranstaltungsreihe wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung – Nordrhein Westphalen gefördert.