Eine Welt – gerecht für alle

Demokratie unter Druck – Expertise Ost

In Ostdeutschland gibt es neben großen Herausforderungen auch viel Erfahrung im Umgang mit rechtsextremen Akteur*innen und im Aufbau resilienter demokratischer Strukturen. Diese Expertise soll bei dem Fachtag sichtbar gemacht und wertgeschätzt werden. Gleichzeitig möchten wir schauen, welche Erfahrungen und Wissensbestände an Kolleg*innen in Westdeutschland weitergegeben werden können. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welche Strategien, Bündnisse und Strukturen haben sich bewährt? Wie können demokratische Strukturen frühzeitig abgesichert und resilient aufgebaut werden? Welche Erfahrungen aus Ostdeutschland sind nach Westdeutschland übertragbar und wo liegen Unterschiede?

Beim Fachtag liegt der Fokus auf konkreten gemeinsamen Handlungsstrategien sowie der Stärkung überregionaler Bündnisse und gelebter Solidarität. 

Die Veranstaltung wird organisiert vom Fokushub Weltgesellschaftlicher Zusammenhalt, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Frieden und Globale Solidarität.

Ablauf:

12:30 – 13:00 Uhr: ANKOMMEN | Einchecken, Kennenlernen, Begrüßung

13:00 – 14:15 Uhr: VERSTEHEN | Zur aktuellen Lage: Politischer und zivilgesellschaftlicher Status Quo in Ost-Deutschland

  • Zivilgesellschaft in Ost-Deutschland verstehen – eine strukturelle Einordnung / Eine-Welt Netzwerk Thüringen e.V.
  • Angriffe auf migrantische Strukturen, Rechtsruck sowie Strategien für Handlungsfähigkeit, Schutz und Solidarität / DaMOst e.V.

14:15 – 15:00 Uhr: ZUHÖREN | Demokratische Resilienz und Strategien gegenüber anti-demokratischen Aktivitäten in Ost-Deutschland

ostdeutsche Akteur:innen und Orte geben Einblicke:  

  • Netzwerk Demokratische Kultur e.V., Wurzen (Sachsen)
  • Kampagne Zusammen bewegen – für ein solidarisches Mecklenburg-Vorpommern
  • Kulturbüro Sachsen e.V.

15:00 – 15:30 Uhr: Pause

15:30 – 16:45 Uhr: VERTIEFEN | Gesprächsrunden in Kleingruppen

mit den Speaker:innen von DaMOst, NDK Wurzen, Zusammen bewegen und Kulturbüro Sachsen

16:45 – 17:00 Uhr: Pause

17:00 – 18:30 Uhr: WEITERDENKEN | Workshop

Wie können wir die Expertise Ost in anderen Bundesländern weitertragen? Wie können wir Synergien, Verabredungen und Verbindlichkeiten schaffen?

18:30 – 19:00 Uhr: VERNETZEN | Wrap-Up und Ausblick

ab 19 Uhr: gemeinsamer Ausklang

Hinweis zur Barrierefreiheit:

Die VDI GaraGe ist barrierefrei zugänglich. Falls es spezifische Bedarfe gibt (#Gebärdensprache #technische Hilfsmittel), lasst es uns bitte frühzeitig wissen. Bitte habt Verständnis dafür, dass wir nicht alle Wünsche umsetzen können, aber wir setzen uns dafür ein, Lösungen zu finden.

Referent*innen:

Das Eine Welt Netzwerk Thüringen e. V. (EWNT) bringt global nachhaltige Entwicklung nach Thüringen. Zwei Themen haben sich in den letzten Jahren zu zentralen Pfeilern unserer Arbeit entwickelt: die entwicklungspolitische Inlandsarbeit und ihre Bedeutung für die Demokratie sowie die nachhaltige und demokratische Gestaltung des digitalen Raums.

DaMOst e.V. – Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland bündelt migrantische Perspektiven in Ostdeutschland und vertritt u.a. LASMO (Landesverband Sächsischer Migrant *innenorganisationen e.V.) in Sachsen. Keerthana Kuperan und Ayman Qasarwa sprechen über Angriffe auf migrantische Strukturen, Rechtsruck sowie Strategien für Handlungsfähigkeit, Schutz sowie Solidarität.

Das Netzwerk für Demokratische Kultur (NDK e.V.) stärkt demokratisches Engagement, Solidarität, Mitbestimmung und Nachhaltigkeit. Mit Bildungsarbeit, Kultur, Vernetzung und Begegnung fördern wir eine aktive Zivilgesellschaft und sind mit unserem Haus „D5“ am Domplatz in Wurzen ein offener und diskriminierungssensibler Raum für alle. Referent des NDK e.V.: Ludwig Henne.

Die Kampagne Zusammen bewegen steht für gegenseitige Unterstützung, Begegnung, Gerechtigkeit und Vielfalt und ist ein überparteilicher zivilgesellschaftlicher Zusammenschluss aus hunderten engagierten Köpfen, Vereinen und Sozialverbänden aus Mecklenburg-Vorpommern. Als landesweites Netzwerk bündelt Zusammen bewegen Kräfte, um sichtbare Veränderungen anzustoßen, Räume für Begegnung zu schaffen und echte Gemeinschaft zu fördern.

Das Kulturbüro Sachsen e.V. berät seit 2001 lokale Vereine, Jugendinitiativen, Kirchgemeinden, Netzwerke, Unternehmen sowie Kommunalpolitik und -verwaltung in Sachsen mit dem Ziel, rechtsextremistischen Strukturen eine aktive demokratische Zivilgesellschaft entgegenzusetzen.  Die Mobilen Beratungsteams unterstützen dabei sachsenweit in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und anderen Ungleichwertigkeitsvorstellungen und stärken eine demokratische Alltagskultur.

Veranstalter*innen:

Die Veranstaltung wird zusätzlich gefördert von:

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