Aufruf der AG Globale Solidarität und der Stiftung Nord-Süd-Brücken:
Auf geht’s: Die weltoffene, demokratische Gesellschaft wird in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt verteidigt!
Von wegen „Eingeschränkte Zivilgesellschaft“: Im Frühling und Sommer bewegt und streckt sich die Zivilgesellschaft – zusammen mit dort engagierten Menschen!
Nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland steht die Zivilgesellschaft unter Druck. Dies attestieren sowohl die EU als auch der aktuelle Atlas der Zivilgesellschaft (Brot für die Welt). Verschiedentlich wurden/werden Proteste eingeschränkt, Zivilgesellschaft pauschal bzw. einzelne Akteure unmittelbar verunglimpft oder angegriffen. Der angekündigte Umbau des Bundesprogramms „Demokratie leben“ wird fatale Konsequenzen für die demokratische zivilgesellschaftliche Infrastruktur und ihre Leistungen haben. Auf kommunaler Ebene nutzen rechtsextreme Kräfte ihre Präsenz und Macht in den Gemeinderäten und kommunalen Strukturen mehr und mehr dazu, die (Ko)Finanzierung von kulturellen, sozialen und bildungspolitischen Projekten zu verhindern.
Um hier kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Initiativen, Verbände, Vereine und Projekte müssen sich jederzeit sachlicher, formaler und inhaltlicher Kritik an ihrer Arbeit stellen und diskursiv und konstruktiv darauf reagieren. Zivilgesellschaft muss klare und überzeugende Antworten auf Zielerreichung, Transparenz und Wirksamkeit der eigenen Strukturen und Arbeit geben. Das muss Selbstanspruch sein. Jedoch: Pauschale, indifferente Angriffe, haltlose Anschuldigungen, Diffamierung und Polemik sowie intendierte Zerstörung bewährter zivilgesellschaftlicher Infrastruktur und ihrer immensen Leistungen, von denen Staat und Gesellschaft unmittelbar profitieren, kann nicht hingenommen werden. Insofern zeigen bspw. die zivilgesellschaftlichen, fundierten Entgegnungen auf parlamentarische „Kleine Anfragen“, u.a. durch die Allianz „Rechtssicherheit für politische Willensbildung“ oder auch der offene Brief von über 1.000 zivilgesellschaftlichen Organisationen „Expertise der Demokratieförderung bewahren statt Einknicken vor Desinformation gegen Zivilgesellschaft“ eindrucksvoll, dass Zivilgesellschaft in der Lage ist, sich breit und schnell zu organisieren und auch gut argumentieren kann.
Genau eine solche Unterstützung und breite Mobilisierung braucht die Zivilgesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern und in Sachsen-Anhalt in den nächsten Wochen und Monaten angesichts der Möglichkeit, dass nach den Landtagswahlen am 6. bzw. 20. September erstmalig eine rechtsextreme Partei in einer Landesregierung ist bzw. diese bildet.
Die gute Nachricht: In beiden Bundesländern gibt es jeweils ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis:
Diese Bündnisse organisieren in den kommenden Wochen/Monaten eine Vielzahl von sehr kreativen Aktionen, Bürger*innen-Dialoge, Feste, Konzerte und weiteren Formate: Dezentral organisierte Haustürgespräche von Halle-Neustadt bis Greifswald, Dialog-Fachtage, Softeis-Bus, der übers Land fährt und Gespräche zum Eis anbietet, Heißluftballon, der Sichtbarkeit und Haltung in den Himmel schreibt, eine mobile Wunsch-Visualisierungs-Maschine, Demokratie-Fitness-Trainings, …All diese wunderbaren Aktionen sind umso wirkungsvoller, je stärker sie unterstützt bzw. auch von außen solidarisch mitgetragen werden!
Hier geht es zu den monatsweise organisierten Aktionskalendern, wo Ihr Euch informieren und Kontakt knüpfen könnt. Die Kalender werden regelmäßig aktualisiert:
Entwicklungspolitische Organisationen und Verbände sind in beiden Bundesländern Teil der Bündnisse. Sie bringen sich unmittelbar mit entwicklungspolitischen Themen und globalen Aspekten einer weltoffenen und global verantwortlichen Gesellschaft ein.
Bisher feststehende Termine (werden regelmäßig erweitert):
- Fachtag Dialog Sachsen-Anhalt „Praxis trifft Politik trifft Medien“, Mittwoch, 22. April 2026, ganztägig, Volkspark Halle (Saale)
Der Fachtag vernetzt Initiativen aus Sachsen-Anhalt und Ostdeutschland, fördert Wissensaustausch und macht gelingende Dialog- und Begegnungsformate sichtbar. Gemeinsam möchten wir Kooperationen stärken, konkrete Vorhaben entwickeln und ein öffentliches Signal für respektvollen demokratischen Dialog setzen.
Anmeldung: Link
Kontakt: Konstantin Gerber, Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V., Dessau, Wittenberg und Nördlicher Saalekreis
- „Sachsen-Anhalt-Tage“ vom 5. bis 7. Juni in Bernburg
u.a. mit der Straße der Weltoffenheit und dem WSD-Träger Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA)
Kontakt: 2??2=6?2]A2=>o28D2]56
- Demokratiecamp in der STRAZE Greifswald, 05.07. – 12.07.2026
u.a. mit Haustürgesprächen, Klönschnacks abhalten, Ballonfahrten, Gespräche am Lagerfeuer und schöne Ausflüge… Wenn ihr dabei sein wollt, schreibt uns eine kurze Mail an: 7:?56C9<3o8>I]?6E
- Zusammen bewegen in der Einen Welt – In Mecklenburg-Vorpommern & weltweit, Radtour vom 07. bis zum 11. September 2026
von Schwerin (07.09.) über Parchim (08.09) nach Malchin (09.09), und Demmin (10.09) bis nach Greifswald (11.09), organisiert von EWLN MV und Stiftung Nord-Süd-Brücken
Kontakt: M. Aman Anosh, 2?@D9o6:?6\H6=E\>G]56
- Plakatkampagne „Wir zeigen Gesicht. Für ein weltoffenes MV
Demokratie lebt von Menschen, die Haltung zeigen.“ Mit der Fotoaktion „Wir zeigen Gesicht“ machen wir sichtbar, wie vielfältig Mecklenburg-Vorpommern ist.
Kontakt: 7@E@02<E:@?o8>I]56
- Social-Media-Kampagne des Landesnetzwerks (ENSA) mit der Kernbotschaft „Dialog sichert Demokratie – Demokratie ermöglicht globale Verantwortung“.
Kontakt über 86C36Co6G\2<256>:6\H:EE6?36C8]56