Eine Welt – gerecht für alle

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Zusammen bleiben! Zivilgesellschaftliches Engagement geht weiter

Rostock. Mecklenburg-Vorpommern hat gewählt. Dass die AfD nach den aktuellen Hochrechnungen stärkste Kraft im Land wird, erfüllt uns mit großer Sorge. Das Ergebnis zeigt, wie sehr demokratische Werte, Menschenrechte und gesellschaftlicher Zusammenhalt unter Druck stehen. Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass eine Regierungsbildung ohne Beteiligung der AfD weiterhin möglich sein könnte. Für das Eine-Welt-Landesnetzwerk als Teil der Zivilgesellschaft im Land ist klar: Gerade jetzt kommt es darauf an, zusammenzubleiben, Verantwortung zu übernehmen und sich weiter für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft einzusetzen.

„Unsere Werte sind unter Druck. Umso wichtiger ist es, dass Menschen sich weiter einmischen, Verantwortung übernehmen und miteinander im Gespräch bleiben“, sagt Jessica Weiß, Geschäftsführerin des Eine-Welt-Landesnetzwerks Mecklenburg-Vorpommern. „Dass sich so viele Menschen im Land in den vergangenen Monaten engagiert haben, macht Mut. Dieses Engagement brauchen wir jetzt erst recht und zwar unabhängig davon, wie die Regierungsbildung am Ende aussieht.“

Das Eine-Welt-Landesnetzwerk hat sich gemeinsam mit zahlreichen Partnern in den vergangenen Monaten mit Veranstaltungen und Aktionen für Menschenrechte, Vielfalt und Weltoffenheit eingesetzt. Dabei war es Teil des Bündnisses Zusammen bewegen, das im Vorfeld der Landtagswahl gegründet wurde und hunderte engagierte Menschen und Organisationen im ganzen Land zusammengebracht hat. Gemeinsam hat das Bündnis vielfältige Aktionen ins Leben gerufen, Menschen im ganzen Land erreicht und Räume für Austausch und Begegnung geschaffen.

Wie breit dieses Engagement im Land getragen wird, hat auch die Radtour „Zusammen Bewegen in der Einen Welt“ gezeigt, die das Landesnetzwerk erst in der vergangenen Woche zusammen mit der Stiftung Nord-Süd-Brücken organisiert hat. Die Tour quer durch Mecklenburg-Vorpommern führte zu engagierten Menschen und Initiativen und zeigte eindrucksvoll, dass das Engagement nicht auf einzelne Orte oder Regionen beschränkt ist.

„Wir haben erlebt, wie viele Menschen sich vor Ort engagieren und wie viele Verbindungen zwischen Initiativen, Vereinen und Einzelpersonen bestehen“, so Weiß. „Diese Netzwerke sind ein wichtiger Teil unserer demokratischen Gesellschaft. Sie brauchen Anerkennung, Sichtbarkeit und verlässliche Rahmenbedingungen.“

Das Landesnetzwerk sieht deshalb auch nach der Wahl eine wichtige Aufgabe darin, zivilgesellschaftliches Engagement zu stärken und sichtbar zu machen. „Zusammen bleiben bedeutet für uns: im Gespräch bleiben, füreinander einstehen und gemeinsam daran arbeiten, dass Mecklenburg-Vorpommern ein weltoffenes und vielfältiges Land bleibt“, so Weiß.

Und damit geht es direkt weiter: Ab dem 5. Oktober startet die Veranstaltungsreihe weltwechsel mit zahlreichen Angeboten in ganz Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr steht die Reihe unter dem Motto „Zusammen bleiben!“. Sie lädt dazu ein, globale Zusammenhänge zu entdecken, Perspektiven zu wechseln und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Das Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern ist der Dachverband entwicklungspolitischer Initiativen im Land und vertritt derzeit 64 Mitgliedsorganisationen. Ziel des Landesnetzwerks und seiner Mitglieder ist es, über globale Zusammenhänge und Ungerechtigkeiten zu informieren sowie sich für nachhaltige Entwicklung und globale Verantwortung einzusetzen.